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Interview mit Kinderzentren Kunterbunt

Veröffentlichungsdatum: 29.09.2008

Bei den Kinderzentren Kunterbunt handelt es sich aktuell um einen gemeinnützigen und eingetragenen Verein.

Sehr geehrter Herr Czinczoll,

PPB:
Sie sind ja mit Kinderzentren Kunterbunt e.V. in den letzten Jahren aufgrund der zahlreichen Auszeichnungen häufig sehr positiv in der Presse erwähnt worden.
Können Sie uns Ihr Geschäftsmodell und Ihre Differenzierung im Bereich Kinderbetreuung kurz erläutern?

Herr Czinczoll:
Kinderzentren Kunterbunt e.V. wurde 1998 in Nürnberg gegründet. Wir sind ein staatlich und kommunal anerkannter gemeinnütziger Trägerverein von Kinderbetreuungseinrichtungen.
Bei unseren Einrichtungen haben wir vor allem eines im Blick: Die echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das heißt: Wir schaffen Kinderbetreuungsplätze, die den Bedürfnissen berufstätiger Eltern gerecht werden. Mit einer Reihe von Zusatzangeboten verstehen wir uns als Unterstützung für die ganze Familie:

  • Lange tägliche Öffnungszeiten
  • Durchgehende ganzjährige Öffnung
  • Zeitlich flexible Betreuungsangebote
  • Arbeitsplatznahe Standorte
Wir arbeiten an allen unseren Standorten nach einem standardisierten und durch unser Qualitätsmanagement überwachten Betreuungskonzept.
Aufgrund des bisherigen Erfolges und des starken Wachstums werden wir unser Konzept weiter stark ausbauen.

PPB:
Findet man Sie auch im Internet ?
Herr Czinczoll:
Unter www.kinderzentren.de findet man uns im Internet.

PPB:
Wie passen ein gemeinnütziger eingetragener Verein und Investoren zusammen ?
Herr Czinczoll:
Der Aufbau und der Betrieb von Kindertagesstätten wird in nicht unerheblichem Ausmaß staatlich subventioniert, um den Bedarf für die Zukunft zumindest annähernd abdecken zu können. Da in der Vergangenheit nur kirchliche oder gemeinnützige Träger diese staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen konnten, haben wir uns bei der Gründung vor 10 Jahren für die Rechtsform des eingetragenen Vereins entschieden, um hier keinen Wettbewerbsnachteil zu haben.

PPB:
Wie wir aus dem Vorgespräch erfahren konnten, planen Sie eine größere Summe an Kapital einzusammeln. Wer will diese Summe wofür genau nutzen ?
Herr Czinczoll:
Aufgrund unseres enormen Wachstums benötigen wir vor allem für die Finanzierung der Kindertagesstätten-Immobilien Kapital. Die Kapitalgeber haben hier die Möglichkeit 40 bis 50% Investitionszuschuss und von uns einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren zu erhalten. Mehr kann sich u.E. ein Kapitalgeber gar nicht wünschen.

PPB:
Gibt es hierfür bereits ein Wertpapierprospekt oder soll es sich um ein Private Placement handeln ?
Herr Czinczoll:
Wir erarbeiten gerade mit unseren Beratern der FIRST Corporate Finance GmbH & Co. KG, die uns in dieser Angelegenheit begleiten, ein Exposé mit entsprechenden Detaildarstellungen zu den Immobilien bzw. der entsprechenden Konstellation. Investoren können sich hierbei direkt an uns wenden, um entsprechende Unterlagen zu erhalten. Da aktuell keine offizielle Platzierung vorgesehen ist und es sich um eine Art Sale-and-Lease-Back-Struktur handelt ist auch kein Wertpapierprospekt notwendig.

PPB:
Was genau würde eine Investor kaufen ? Eine Anleihe oder Anteile an einer Kommanditgesellschaft ?
Herr Czinczoll:
Investoren haben die Möglichkeit sowohl im Immobilienbereich zu investieren als auch im Betreiberverein.
Hier werden verschiedene Modelle angeboten, u.a. auch eine Kommanditbeteiligung.

PPB:
Besteht ein Risiko zur evtl. Nachschußpflicht ?
Herr Czinczoll:
Eine Nachschusspflicht für Investoren ist nicht vorgesehen.

PPB:
Ab welchem Mindestvolumen kann man sich an an den unterschiedlichen einzelnen Modellen beteiligen ?
Herr Czinczoll:
Es gibt weder eine Mindestbeteiligung für die KG-Beteiligung der Immobiliengesellschaft noch für die Einlage von Eigenkapital oder Mezzanine-Kapital. Die genauen Konditionen werden mit interessierten Investoren persönlich besprochen, da es sich hier nicht um ein öffentliches Angebot handelt.

PPB:
Ist in den nächsten 1-5 Jahren ein Gang an die Börse geplant ?
Herr Czinczoll:
Aktuell wollen wir uns auf unser organisches Wachstum und das entsprechende Management konzentrieren. Hier haben wir in den nächsten 2-3 Jahren sicherlich ausreichend zu tun. Eine mögliche Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft und einen Gang an die Börse zu einem späteren Zeitpunkt würde ich aktuell nicht ausschließen.

Vielen Dank für das Interview und Ihrem Unternehmen viel Erfolg,
Der Phönix-Börsenbrief

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