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zu Juragent: Allgemein | HVs | Bewertungsfragen

Bewertungsfragen zur Juragent AG Aktie

Die hier gegeben Informationen treffen keine Aussage über Kauf- oder Verkaufsabsichten. Darüber hinaus sagen sie nichts über Beteiligungen des Phönix-BörsenBriefes selbst noch naher Dritter aus.
letzte Änderung: 10.11.2007


Prozesse der Juragent AG selbst

Auf Nachfrage bei der Investor Relations von Juragent wurden am 23.10.2007 per E-Mail folgende Zahlen bestätigt:

******************************************
anbei die Zahlen der finanzierten Prozesse durch die Juragent AG seit 1999:

insgesamtes Streitwertvolumen: 54,6 Mio. EUR in 33 Verfahren
aktuell noch laufende Verfahren: 34 Mio. EUR in 21 Verfahren
abgeschlossenes Streitwertvolumen: 20,6 Mio. EUR in 12 Verfahren
verlorenes Streitwertvolumen: 6 Mio. EUR in 8 Verfahren
gewonnenes Streitwertvolumen: 8,4 Mio EUR in 4 Verfahren

Die Differenzen entstehen z.B. durch Vergleiche, welche mit einem niedrigeren Streitwert beendet wurden.
******************************************
Hinweis: Nach einem späteren Telefonat mit Herrn Viol wurde klar, dass die 8,4 Mio EUR nicht die zu erlösende Summe darstellen. Die zu erlösende Summe wird wegen der Vergleiche wohl geringer ausfallen.

- ergibt aus den abgeschlossenen Prozessen eine max. Quote von 40,78 Prozent
- ergibt bereits aus den abgeschlossen Prozessen eine max. Quote von 15,5 Prozent. Die aktuelle reale Quote wird sicherlich darunter liegen, denn bei Vergleichen wird recht selten die volle Forderung fällig.
- ergibt 62,3 Prozent Streitwert, die noch nicht ausgeurteilt sind

Die Zahlen zu den PK-Fonds klangen auf der HV tatsächlich noch sehr sehr schlecht, wobei es da erst recht wenig abgeschlossene Prozesse gab. Aber wer sich im Anhang aus dem letzten Aktionärsbrief die Streitwerte der PK-Fonds ansieht, dem wird auffallen, dass der PKF I ca. doppelt so viel Streitwerte inne hat, wie geplant --> Man könnte vermuten, dass man bei Juragent sehr langfristige Absichten hegt. Auch wenn man nicht müsste, so scheint der PKF I gestützt zu werden. Sicherlich nicht zum Selbstzweck. Wenn es denn langfristige Absichten sind, so darf man ruhig ein wenig zuversichtlich sein.

Aktuell sieht es so aus, als ob die alten Prozesse wesentlich länger dauern, aber eine doch vernünftige Quote erreichen könnten. Ja, es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass alle weiteren Prozesse verloren gehen. Dann wären auch die Aktien wohl kaum noch etwas wert.

10 Mio. + 5 Mio. Zinsen Prozess

Wir haben den recht sicheren 10 Mio. + 5 Mio. Zinsen Prozess (der 2004 angekündigt wurde).
WARNUNG: Wie bei jedem Prozess, kann auch hier noch etwas schief gehen.
Rechnen wir hier 3 Jahre Zinsen zu je 6 Prozent, dann kommen wir auf 17,7 Mio Euro. Davon bekäme ca. 30 Prozent an die AG.
Der Zinssatz selbst ist nur eine sehr grobe Annahme, aber siehe hierzu auch http://www.kanzlei-potthoff.de/index.php?id=145
Der Punkt zusätzliche Zinsen für diesen Prozess war auch eine Frage auf der ordentlichen oder dann später ausserordentlichen HV in 2006. Herrn Heinen Antwort sinngemäß: Die Zinsen laufen natürlich weiter. Alles andere würde auch stark wundern.

Zinsanteil der anderen Prozesse

Bei längerer Prozessdauer dürfte der Zinsanteil der jeweiligen Prozesse steigen. Aber bei Vergleichen werden sicherlich meist keine Zinsen hinzukommen.

Garantiezinsen für PKFs belasten

Eine Weile werden wohl die Garantiezinsen noch auf die Gewinne voll durchschlagen, auch wenn die Anlagen einen Teil herein spielen können. (Aber noch gibt es eher Abschreibungen auf die Anlagen(Abschreibungen auf Finanzanlagen in 2006 von 216.379,46 Euro (2005 523 TEuro)), wobei dies nur sorgfältiges kaufmännisches Handeln sein soll. Am Ende der Anlagelaufzeiten sollten die Abschreibungen wieder zurück kommen und eine ansehnliche Rendite noch dazu bringen. (auf der HV erwähnte Garantiepapiere, wo die Garantie wie oft/meist üblich nur zum Laufzeitende gilt)

32 Mio. Euro stille Reserven möglich

Auszüge aus der Listing - Studie von Independent Research
Seite 22: Unter Maßgabe des Einhaltens der prospektierten Erfolgsquote von 70% verfügt die Juragent AG nach unserem Dafürhalten in ihrer Bilanz über erhebliche stille Reserven. Der Geschäftsbesorgungspauschale von 25 Mio. Euro beim PKF IV stünden dann rd. 9 Mio. Euro Kosten gegenüber, was einem Gewinn vor Steuern von 16 Mio. Euro entspräche.
Dazu kämen durch PKF III stille Reserven in ähnlicher Größe, denn auch hier betrug das Fondsvolumen ca. 31 Mio Euro.
Damit hätten wir bereits durch PKF III und PKF IV 32 Mio. Euro potentielle stille Reserven. Durch PKF II käme auch noch etwas hinzu. Bei PKF I rechnet man besser mit keinen stillenm Reserven, denn hier ist das finanzierte Streitwertvolumen statt geplante 49 Mio. Euro 105 Mio. Euro hoch.

Damit ergeben sich deutlich über 32 Mio. Euro stille Reserven. Dafür müssten aber die 70 Prozent erreicht werden.

Seite 24: Wir haben in unseren Prognosen für 2007e bis 2009e die Auflegung weiterer Prozesskostenfonds (erhebliche Unsicherheit über das Volumen, den Auflegungszeitpunkt und die Platzierungsdauer) außen vor gelassen. Unter diesen Prämissen prognostizieren wir für 2008e und 2009e ein EpS von -0,29 Euro bzw. 0,29 Euro.

negatives KGV für 2008

Das in der Listing - Studie geschätzte KGV für 2008 ist somit negativ und selbst für 2009 liegt es diesen Schätzungen nach beim Kurs von 4,60 Euro bei 15,9. Dies klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt günstig.

Fazit

==> Wenn genügend Prozesse gewonnen werden, sieht es nicht soo schlecht aus.
Von der Quote ist auch abhängig, ob die aktuelle Marktkapitalisierung von ca. 9 Mio. Euro niedrig oder hoch ist. (Es gibt ca. 2 Mio. Juragent Aktien)
Hinweise und Fragen bitte an info@phoenix-boersenbrief.de
 
Wichtiger Hinweis: Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
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